Der Ideenkorb

Die Sammlung von Ideen, die andere zu bestimmten Gegenständen des Trainings beitragen, dient der Verbreiterung versprachlichter Informationen aus „dem unbewussten, impliziten Gedächtnissystem“ (S.89). (Storch & Krause, 2010) fassen die Funktionen zusammen:

–       Gründe für eigene Wahl bewusst erforschen,

–       Gesprächssetting mit anderen Teilnehmern schafft „Akzeptanz und Empathie“ (S. 91),

–       Gegenseitige „soziale Unterstützung“ (S. 91).

Verschiedene Motive treten bei Menschen auch gleichzeitig auf. So erklären sich Motivkonflikte in drei wesentlichen Kategorien:

– zwischen zwei unbewussten Bedürfnissen

– zwischen unbewussten Bedürfnissen und bewussten Motiven

– zwischen zwei unterschiedliche bewussten Motiven

In dieser Phase wird abgewogen und geklärt, was eigentlich gewollt wird.

Methode: Durch das Ideenkorbverfahren werden Begriffe und / oder Ideen von anderen Personen zu einem vom Klienten gegebenen Thema gesammelt. Danach werden diejenigen Begriffe mit positivem somatischen Marker herausgefiltert. Überprüfung, ob die Affektbilanz ein bestimmtes Muster aufweist (mehr als 70 % positiv, kein negativer somatischer Marker). Kurz- und langfristige Motive miteinander so in Einklang bringen, dass selbstregulatorische Handlungsfähigkeit entsteht.

Begründung: Wenn positiver somatischer Marker bezüglich eines Begriffs auftaucht, ist dies ein Hinweis darauf, dass Stimmigkeit mit dem unbewussten Entscheidungssystem vorliegt. Diese Stimmigkeit soll erreicht werden, um mögliche Motivkonflikte auszuschließen zwischen unbewussten und bewussten Motiven. Bestimmte kurzfristige Folgen vom Umsetzen bestimmter Motive sind wenig attraktiv. Aber es gibt evtl. langfristig angelegte Motive, die sehr wohl positive somatische Marker auslösen.